Grüne Smoothies-aber richtig! Tipps für Einsteiger

Grüne Smoothies – als ich vor ein paar Jahren das erste mal davon hörte, war ich wenig begeistert. „Das kann doch niemals schmecken.“, dachte ich mir. Aber dann gewannen die kleinen Kraftpakete mehr und mehr an Popularität und so wurde auch ich neugierig. Zugegeben, die ersten Versuche, einen Smoothie zuzubereiten, waren nicht unbedingt meine größten kulinarischen Highlights… Deshalb gebe ich euch heute ein paar Tipps, wie es bei auch von Beginn an klappen kann mit den grünen Smoothies.

Der Mixer macht’s oder?

Zuerst möchte ich aber darauf hinweisen, dass niemand unbedingt einen sauteuren Hochleistungsmixer oder einen Schrank voller Superfoods benötigt, um leckere grüne Smoothies zuzubereiten. Sicher ist ein leistungsstarker Mixer super und durch das eine oder andere Pülverchen kann man auch noch mehr für die Gesundheit tun. Aber ich richte mich hier an Einsteiger und wer mit grünen Smoothies beginnt, wird sich sicher nicht gleich einen Standmixer im Wert von mehreren hundert Euro zulegen wollen. Auch ich besitze zur Zeit ein günstiges Gerät und komme damit zurecht. Das heißt nicht, dass ich nicht auch gerne einen Hochleistungsmixer hätte, aber ich möchte damit sagen, dass es auch ohne geht. 😉

Wer hat’s erfunden?

Dass wir heute grüne Smoothies schlürfen und von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren können, verdanken wir Victoria Boutenko. Sie „erfand“ 2004 die grünen Smooties, ursprünglich um gegen die chronischen Krankheiten in ihrer Familie zu kämpfen, gegen die die Schulmedizin nichts mehr ausrichten konnte.

Warum sind grüne Smoothies so gesund?

Es ist das Blattgrün! Also, Salat, Spinat, Kohlblätter, Wildkräuter etc. „Grünzeug“ enthält sehr viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders das enthaltene Chlorophyll ist ein echtes Lebenselixir, da es zur Erneuerung der Zellen beiträgt. Grünzeug wirkt außerdem entzündungshemmend und -vorbeugend und es ist gut für unser Immunsystem. Ein weiterer Vorteil besteht vor allem für Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren: Pflanzengrün ist ein super Eisenlieferant! Leider nehmen wir im Durchschnitt viel zu wenig grünes Blattgemüse zu uns. Grüne Smoothies können dort ansetzen, weil man gar nicht mehr bemerkt, wie viel Pflanzengrün wir eigentlich mit einem grünen Smoothie bereits aufgenommen haben.

Doch nun genug der Vorrede!

Hier kommen meine Tipps für den perfekten grünen Smoothie:

 

  • Verwendet reifes Obst! Reifes Obst lässt sich von Körper besser verdauen und schmeckt auch wesentlich aromatischer. Besonders bei Bananen solltet ihr darauf achten, dass sie kleine schwarze Punkte haben. Erst dann wurde die Stärke in Zucker umgewandelt und die Banane ist reif und süß.

 

  • Verwendet süßes Obst! Dieser Tipp schließt sich gleich an. Mit süßem Obst schmeckt der grüne Smoothie gleich viel besser und das Blattgrün ist gar nicht mehr heraus zu schmecken.

 

  • Die richtige Mischnung macht’s! Gerade am Anfang gilt: Tastet euch langsam heran. Wer bisher wenig Erfahrungen mit grünen Smoothies gemacht hat, wird an einem Drink aus 90% Blattgrün wenig Freude haben. Also, beginnt mit einer Hand voll grünem Blattgemüse und steigert die Menge, so wie es euch schmeckt. Der eigene Geschmack wird sich verändern, aber das passiert nicht von heute auf morgen. Wichtig ist, dass ihr überhaupt mehr Pflanzengrün in eure Ernährung integriert. 🙂 Für schon etwas Fortgeschrittenere Smoothie-Trinker würde ich ein Verhältnis von 60% Früchten zu 40% Blattgrün empfehlen.

 

  • Weniger ist mehr. Versucht nicht besonders viele verschiedene Zutaten in euren Smoothie zu geben, sondern eher welche, die ihr besonders mögt. Süßes Obst eignet sich da besonders gut: Bananen, Mango oder Birne oder Ananas (Alles natürlich reif!) sind zum Beispiel sehr lecker im Smoothie. Es ist besser, den Smoothie eher basic zuzubereiten und seine Geschmacksnerven nicht mit zehn verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zu überfordern.

 

  • Grün ist nicht gleich grün. Je nachdem, welches Blattgrün in euren Mixer wandert, wird sich der Geschmack deutlich unterscheiden. Zu Beginn würde ich euch eher milderes Grünzeug empfehlen, zum Beispiel Feldsalat oder Babyspinat und nicht unbedingt gleich Ruccola oder Möhrengrün. Die Farbe ist dabei eine gute Hilfe: Je heller das Grün ist, desto weniger intensiv schmeckt es meistens.

 

  • Greens first! Super wichtig ist folgender Tipp (besonders, wenn man keinen Hochleistungsmixer besitzt): Gebt immer zuerst das Blattgrün und die Flüssigkeit in den Mixer und mixt alles kräftig durch! Das verhindert, dass am Ende noch grobere Stücke eures Grünzeugs im Smoothie enthalten sind.

 

  • Keiner hat Lust, morgens ewig in der Küche zu stehen und Obst für den Smoothie vorzubereiten. Eine tolle Lösung dafür ist es, kleine Gefrierbeutel mit dem Obst für eine Portion vorzubereiten. Die müssen dann nur noch morgens auf dem Tiefkühlfach genommen und in den Mixer gegeben werden.

 

  • Dazu passt auch der nächste Tipp: Verwendet gefrorenes Obst, entweder indem ihr es selbst einfriert oder indem ihr TK-Obstmischungen kauft. Das macht dem Smoothie viel kühler und erfischender, ohne dass ihr Eiswürfel verwenden müsst, denn die zu zerkleinern schaffen günstigere Mixer häufig nicht. Damit könnt ihr auch sehr reifes Obst vor dem Verderben „retten“.

 

  • Nicht zu lange mixen! Alle Zutaten sollten natürlich gut zerkleinert sein, damit keine Stückchen mehr enthalten sind. Dennoch solltet ihr darauf achten, dass euer grüner Smoothie nicht zu lange im Mixer bleibt, damit nicht unnötig viele Nährstoffe verloren gehen. Es gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

 

  • Smoothie to go – wir sind ja alle immer viel beschäftig und die gesunde Ernährung ist meist das erste, was hinten runter fällt. Das muss nicht sein, denn grüne Smoothies lassen sich wunderbar vorbereiten und mitnehmen. Einfach in einen Becher oder eine Flasche füllen und ihr seid good to go! 😉 Ich würde meinen Smoothie allerdings nicht unbedingt über Nacht oder noch länger aufbewahren. Er wird nicht sofort verderben, aber die Menge an guten Nährstoffen verringert sich und auch der Geschmack und das Aroma leider darunter.

 

  • Als letzter Tipp bleibt nur noch: Ausprobieren! 😉

Ein einfaches Rezept

Dieses Rezept ist wirklich ganz einfach und basic, hat aber dennoch einen kleinen Twist. 🙂

Wir benötigen:

  • 1/4 Ananas
  • 1 Banane
  • 1/2 Birne
  • 1 gute Hand voll frischen Babyspinat
  • 1 Zweig Minze
  • 250 ml Kokoswasser

So geht’s:

  1. Banane schälen, Ananas ebenfalls von der Schale befreien, das Kerngehäuse aus der Birne entfernen, alles in Würfel schneiden.
  2. Spinat mit dem Kokoswasser in den Mixer geben und alles gut mixen.
  3. Vorbereitetes Obst und Minze dazu geben und alles fein mixen.
  4. Fertig ist der grüne Smoothie! 🙂

Die Minze und das Kokoswasser machen diesen Smoothie besonders und geben einen frischen, süßen Geschmack.

Smoothies

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Andrea

 

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9 Kommentare

  1. Sieht das nur auf den Fotos so aus oder hast du einen Mixer mit Glasbehälter? So einen Mixer suche ich schon sehr lange, da ich nicht möchte, dass mein Mixgut mit Kunststoff in Berührung kommt. Welcher Mixer ist das?

    danke und viele Grüße
    Matthias

    1. Das ist richtig, der Behälter ist aus Glas. Ich habe den Mixer von Rossmann, den gibt es dort immer wieder. Leider ist er mir auf Dauer nicht leistungsstark genug, aber ohne Kunststoff kommt er immerhin aus. 😉

    2. Hallo Matthias,

      wir haben auch einen Mixer mit Glasbehälter – von WMF gibt es so einen. Das ist der WMF Kult Pro Power – der ist aber von der Leistungsklasse auch eher im mittleren Bereich angesiedelt. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

  2. Danke für diesen Post!
    Ich kam gerade aus meiner (Smoothie-)Küche, als ich deinen Beitrag entdeckte. Zufälle gibt’s! 😀 Zwar ist mein Smoothie-to-go nun schon fertig, aber deine Tipps werde ich gleich morgen beim Nächsten beherzigen.
    Ich fülle mir meinen Smoothie immer in Flaschen mit Klick-Verschluss (einfach die von diesen tollen Smoothies aus dem Kühlregal wiederverwenden )und nehme sie mit in die Uni oder auf Arbeit.

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