Intermittierendes Fasten – Warum auch du damit beginnen solltest

intermittierendes Fasten

Was lange währt, wird endlich gut. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit schulde ich euch den Beitrag zum „Intermittierenden Fasten“. Gerade in den letzten Wochen hat mich dieser Wunsch öfter erreicht. Warum ich intermittierendes Fasten betreibe und warum dies auch für dich eine gute Ernährungsform sein könnte, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

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Intermittierendes Fasten – Was ist das?

Intermittierendes Fasten auch intermittent fasting (engl.) oder Intervallfasten genannt, bezeichnet weniger eine bestimmte Form des Fastens, sondern eher einen ganz speziellen Essrhythmus. Wir haben es hier also mit einer ziemlich tollen und praktikablen Alternative zu tage- oder sogar wochenlangen Fastenkuren zu tun, an die sich wirklich nur Menschen heranwagen sollten, die sich gut damit auskennen.

Ganz klassisch isst man beim intermittierenden Fasten 16 Sunden nichts und in den restlichen acht Stunden des Tages kann ganz normal gegessen werden. Wobei „ganz normal“ an dieser Stelle (jedenfalls für mich) eine gesunde, pflanzenbasierte Kost ist; mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten; ohne isolierte Fette und Zucker. (Wer an einem Beitrag über meine Ernährungsgewohnheiten interessiert ist, der kann sich gerne in den Kommentaren bemerkbar machen! 😉 )

In der Regel ist es also so, dass man beim intermittierenden Fasten von 20 Uhr am Abend bis 12 Uhr am nächsten Tag nichts isst. Dieser Rhythmus kann natürlich auch individuell etwas angepasst und verschoben werden. 

Alternativ zu diesem 16/8-Rhythmus kann man das Intervallfasten auch beispielsweise jeden zweiten Tag machen: Man isst dann einen Tag lang nichts und am nächsten Tag wieder „ganz normal“ (s.o.). Man muss sich auch nicht jeden Tag an die 16-Stunden-Regel halten; ebenso kann man auch an drei oder vier Tagen in der Wochen Intervallfasten betreiben. Ihr seht schon: Intermittierendes Fasten ist keine strenge Diät oder Fastenkur. Es ist ein bestimmter Essrhythmus, der sehr individuell anpassbar ist.

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Intermittierendes Fasten – Warum?

Warum sollte ich das tun, werdet ihr euch jetzt fragen? Nun ja, ihr müsst natürlich überhaupt nichts. Jedoch möchte ich euch ein paar Vorteile des intermittierenden Fastens aufzeigen, die auch euer Leben bereichern können.

Was passiert mit dem Körper in einer Phase des Fastens? – In der Zeit, in der der Körper von uns keine neue Nahrung bekommt, scheidet er zunächst einmal aus. Das ist verdammt wichtig, denn alles, was uns nicht gut tut, sollte den Körper schleunigst verlassen oder? Der Körper nutzt seine Energie beim intermittierenden Fasten von 20 bis vier Uhr nachts, um die Nahrung zu verstoffwechseln, danach wird ausgeschieden. Essen wir nun morgens gleich wieder etwas, unterbrechen wir diese Ausscheidungsphase. Das macht uns über kurz oder lang zu einer kleinen „Müllhalde“. 

Fastenzeiten sind für unseren Körper nicht schlimm. Evolutionär gesehen ist er es gewöhnt, auch eine Zeit lang ohne Nahrung auszukommen. Wir haben vor tausenden von Jahren gegessen, wenn es etwas gab. Die restliche Zeit haben wir gefastet. Das ist völlig normal und schadet dem Körper überhaupt nicht. 

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Fettverbrennung aufgrund der Fastenzeit angeregt wird. In der Phase, in der der Körper keine neue Nahrung bekommt, greift er auf Fettreserven zurück. Das führt natürlich zu einer Gewichtsabnahme, die jedoch beim Intervallfasten nicht im Vordergrund stehen sollte. Vielmehr sollten wir uns die gesundheitlichen Vorteile bewusst machen und daran denken, welche Möglichkeiten wir unserem Körper einräumen, wenn wir intermittierenden Fasten betreiben.

Und was ist mit Muskeln? Gehen die nicht verloren? – Eine Frage, die vor allem die Sportler interessieren wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies nicht der Fall ist. Inzwischen kann ich euch aber auch erklären, weshalb: Im Körper passiert etwas Sensationelles, während er fastet. Wir wissen heute, dass wir Eiweißmoleküle, die wir aufgebraucht haben, in der Zelle ablagern. In der Fastenphase beginnt der Körper damit, eigene Recycling-Prozesse anzuregen. Enzyme spalten das Eiweißmolekül auf und verwenden es dann für die Herstellung neuer wichtiger Substanzen wie zum Beispiel Antikörper.

Das bringt uns gleich zu einem weiteren Vorteil des Intervallfastens: Der Körper heilt uns repariert sich selbst.

Innerhalb der 16 (+/-) Stunden des Fastens ist es nicht so, dass ihr überhaupt nichts zu euch nehmen dürft. Wasser (auch mit Zitrone o.ä.), Tee und auch ein schwarzer Kaffee sind völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass ihr eurem Körper noch keine verwertbare Nahrung zuführt.

Meine Tipps

Gerade wenn ihr mit dem Intervallfasten beginnt, kann es sein, dass ihr nach den 16 Stunden großen Hunger verspürt. es wäre nicht klug, dann eine riesen Mahlzeit zu verdrücken und damit den Körper unnötig zu belasten. Besser beginnt ihr euren Tag dann mit einer leichten Mahlzeit wie zum Beispiel frischem Obst, einem Saft oder Smoothie oder einem Müsli.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass ich in der Zeit des Fastens wesentlich leistungsfähiger und klarer bin. In den Morgenstunden kann ich demnach wahnsinnig viel erledigen, ohne dabei unkonzentriert oder müde zu sein. Wenn euch interessiert, wie ein perfekter Morgen ohne Frühstück bei mir aussieht, dann schaut sehr gerne in diesem Beitrag vorbei: Meine Morgenroutine.

Nun bin ich auf eure Meinung gespannt: Habt ihr Erfahrungen mit dem „Intermittierenden Fasten“? Was haltet ihr von dieser Form der Ernährung?

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33 Kommentare

  1. Ich wollte es schon längst mal ausprobiert haben. Damnke, dass Du mich heute daran erinnerst. Im Ayurveda habe ich es auch gelernt, dass ein regelmäßiges Fasten dem Körper gut tut.
    Liebe Grüße
    Claudia

  2. Liebe Andrea,

    ich kenne das Prinzip bereits und habe es unbewusst in meinen Alltag eingeführt. Natürlich achte ich nicht penibel darauf, aber meist esse ich über einen ähnlich langen Zeitraum nichts und nehme nur Kaffee oder Tee und Wasser zu mir. Ich merke, im Gegensatz zu früher, dass mich das nicht mehr stört und sich auch mein Kreislauf daran gewöhnt hat.

    Liebe Grüße
    Anni

    http://www.klamottenkonzept.de

  3. Ich bin überhaupt kein Freund von strengen Diäten und auch Kalorien zählen ist überhaupt nicht meins. Intermittierendes Fasten finde ich hingegen super, da man es perfekt an den eigenen Tagesablauf anpassen kann.

    Liebe Grüße
    Jana

  4. Während ich gerade deine Zeilen lese, esse ich genüsslich eine Pizza. Und beim Lesen ist mir aufgefallen, dass ich automatisch Intermittierend Faste. Ich esse auch manchmal länger nichts (mind. 16 Std.) und dann habe ich mega hunger. Bei mir ist es dann nicht so eine gesunde Kost wie bei dir, ich esse dann auch mal eben – wie heute – eine ganze Pizza. 😉
    Ich wusste gar nicht, dass man das so nennt und ich es schon automatisch mache. Danke für den interessanten Beitrag. Liebe Grüße Marie

    1. Das erinnert mich an meine Anfänge mit dem intermittierenden Fasten: Zuerst habe ich auch schon ewig so gelebt, weil es zu meinem Tagesablauf passte. Dann kam irgendwann der Begriff auf und ich habe mich intensiver damit beschäftigt und herausgefunden, welche Vorzüge diese Ernährungsform mit sich bringt. 🙂

  5. Ich finde das intermittierende Fasten super, habe damals sehr lange die 5/2 Methode durchgezogen, aber mittlerweile mache ich es nicht mehr. Warum weiß ich eigentlich gar nicht so genau. Ich habe mir auf jeden Fall fest vorgenommen es noch einmal mit der 16/8 Methode zu versuchen. Die Flexibilität und die positiven Effekte sind schon unschlagbar.
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  6. Hallo Andrea,
    ich habe schon mal davon gehört, aber nicht so detailliert. Da ich nun die nächsten zwei/ drei Wochen zu Hause bin, werde ich es auch mal ausprobieren. Kann ja nicht schaden. Wie ich gerade gelesen habe, wird es mir ja sogar zugute kommen. Danke für den Tipp und ich würde gerne etwas über deine Essgewohnheiten lesen!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.de

    1. Vielen Dank, liebe Sigrid. Jeder muss für sich den richtigen Weg der Ernährung finden. Was für den einen funktioniert, muss für den anderen nicht klappen. 🙂

  7. Ich habe jetzt zum ersten Mal davon gelesen und finde das Ganze klingt echt logisch. Bisher kannte ich nur komplette Fastenkuren, die über mehrere Tage gehen. Ich denke aber, dass sich das Intervall-Fasten viel besser in den Alltag integrieren lässt als tagelanges Fasten. Von daher kann ich mir gut vorstellen das Ganze mal auszuprobieren.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  8. Hallo meine Liebe, ich muss dir ehrlich sagen direkt von dieser Fastenform habe ich nichts gehört. Oder besser diesen Namen kannte ich bis dato nicht. Es gibt Diäten die so ausgelegt sind, dass man an einem Tag nix isst und am nächsten Tag normal. Probiert habe ich es selbst noch nicht aber es hört sich wirklich interessant an.
    Glg Karolina von https://kardiaserena.at

    1. Ich kenne mich wiederum mit Diäten überhaupt nicht aus. Davon halte ich auch nichts. Wie im Beitrag erwähnt: Diese Ernährung kann dabei helfen, ein paar Kilo zu verlieren, wenn man das möchte, allerdings stehen hier andere Ziele im Vordergrund. 🙂

  9. Das finde ich sehr spannend! Wir haben gerade gut vor vier Wochen damit begonnen, das Frühstück gegen einen frisch gepressten Gemüse- & Obstsaft auszutauschen und das würde das Ganze perfekt abrunden. Vielleicht probiere ich das mal aus. 😉

    Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße
    Sara | missesviolet

  10. Liebe Andrea,

    das hört sich wahnsinnig interessant an. Vielleicht wäre das sogar etwas für mich. Auf Frühstück kann ich gut verzichten. Wahrscheinlich würde ich abends ein Problem bekommen, weil ich oft erst gegen 20.00 Uhr Zuhause wäre. Aber dafür lässt sich ja eine Lösung finden. Da ich eh gerade nicht in der Kantine essen kann (Ausweis ist kaputt und ich kann nicht zahlen), wäre das jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt zu starten.

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

  11. Klingt interessant und es freut mich, dass du mit dieser Ernährungsform klarkommst 🙂 Für den Körper ist das wirklich was gutes, allerdings kommt es für mich nicht in Frage. Da ich unter Migräne leide, muss ich darauf achten, dass ich meinem Körper regelmäßig Nährstoffe zufüge. Wenn ich länger nichts zu mir nehme und z.B. nicht frühstücke, ist das die Garantie für die nächste Kopfschmerz-Attackte- leider. Liebe Grüße, Cindy

    1. Ohje, das stimmt! Für Migräne-Patienten ist das nicht geeignet. Ich kenne das aus der Familie und eine längere Zeit ohne Nahrung kann schon eine Attacke auslösen. Daran kann man wieder sehen, dass nicht alles für jeden passen muss und dass man individuell entscheiden muss. 🙂

  12. Liebe Andrea,
    ich hab keine Erfahrung damit und ich muss gestehen, es ist auch irgendwie nichts für mich. Ich mache aktuell ja gerade Diät, was eigentlich auch nur eine Essensumstellung ist… und damit komme ich echt gut zurecht. Ich kann eben aber auch den ganzen Tag essen 🙂

    Liebste Grüße,
    Sarah // http://www.vintage-diary.com

    1. Das ist doch völlig in Ordnung! Eine Diät plus Intermittierendes Fasten wäre auch etwas zu viel für den Körper, denke ich. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm gut tut! 🙂

  13. du hast mich ja schon neugierig gemacht, als ich den Teaser bei dir auf der FB-Seite gesehen habe! und wie ich dir geschrieben habe, faste ich bereits seit gut 3- 4 Jahren intermittierend 😉

    ich hab das damals gar nicht unbedingt begonnen, weil ich wusste dass es SO gesund ist, sondern weil es einfach gut zu meinem Lebenstil gepasst hat – und außerdem so viel besser war für meine Verdauung 🙂

    sehr cooler und aufschlussreicher Bericht!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Vielen Dank, liebe Tina! 🙂 Es freut mich, dass es dir damit auch so gut geht. Mir persönlich passt dieser Rhythmus auch sehr gut in den Alltag. 🙂

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